Champions League: Bitterer Abend für Barca und Chelsea

Der FC Barcelona befindet sich weiter in der Krise. Durch die 0:3 (0:1)-Pleite bei Benfica Lissabon, die Darwin (3./79./Elfmeter) und Rafa (69.) besiegelten, wird die Lage für Trainer Ronald Koeman immer prekärer. Rapid-Leihgabe Yusuf Demir kam dabei nicht zum Einsatz. Auf der Gegenseite wurde Valentino Lazaro kurz vor der Pause mit Verdacht auf eine Muskelverletzung ausgewechselt. Der Grazer könnte für das ÖFB-Länderspieldoppel auf den Färöern und in Dänemark ausfallen.

Barcelona hatte schon die erste Partie mit 0:3 gegen den FC Bayern München – der im Parallelspiel der Gruppe E Dynamo Kiew mit 5:0 (2:0) bezwang – verloren und schwächelt auch in der spanischen Liga. Zu allem Überfluss sah Eric Garcia auch noch die Gelb-Rote Karte (87.).


APA/AFP/Marco Bertorello

Federico Chiesa bewies auch gegen Chelsea seinen ausgeprägten Instinkt zum Toreschießen

Kein Erfolgserlebnis gab es auch für Titelverteidiger Chelsea im Spitzenspiel der Gruppe H, das Juventus Turin 1:0 (0:0) gewann. Europameister Federico Chiesa, der schon bei der EM seine Qualitäten gegen Österreich bewies, überrumpelte die Londoner Sekunden nach Wiederanpfiff nach schöner Kombination mit seinem knallharten Schuss zum 1:0-Sieg (46.).

Mit Ronaldo ist immer zu rechnen

Cristiano Ronaldo hat die nächste Bestmarke in der Champions League aufgestellt. Der neue und alte Star von Manchester United stand am Mittwochabend beim 2:1 (0:0) gegen den FC Villarreal zum 178. Mal im höchsten europäischen Wettbewerb auf dem Feld und krönte seinen Auftritt auch noch mit dem Siegestreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit. Zuvor hatte er sich den Rekord mit dem ehemaligen spanischen Spitzentorwart Iker Casillas geteilt.

Manchester Uniteds Cristiano Ronaldo jubelt vor Fans


APA/AFP/Anthony Devlin

In seinem 178. Spiel in der Champions League hatte Ronaldo wieder einen Grund, sich seines Leiberls zu entledigen

Nach der 1:2-Auftaktniederlage beim Schweizer Meister Young Boys Bern und dem zwischenzeitlichen Treffer von Paco Alcacer (53.) standen der Rekordtorschütze und United am zweiten Spieltag unter Druck. Alex Telles gelang zunächst der Ausgleich (60.), ehe der über weite Strecken blasse Ronaldo doch noch zuschlug. Als Torjäger stand er in 95. Minute goldrichtig und brachte den Ball zum Siegestor aus kurzer Distanz im Tor unter.

Lewandowski-Doppelpack bei souveränem Bayern-Sieg

In Gruppe E erledigte der FC Bayern auch die Aufgabe Dynamo Kiew überaus souverän. Im zweiten Champions-League-Gruppenspiel feierten die Münchner das nächste Torfest unter Julian Nagelsmann. Wegbereiter war wieder einmal Robert Lewandowski.

Nach dem nächsten Doppelpack des Weltfußballers stürmen die Bayern Richtung Achtelfinale. Der Pole setzte beim 5:0 (2:0) gegen Dynamo Kiew mit einem verwandelten Handelfmeter (12. Minute) und nach einem perfekten Pass von Thomas Müller (27.) seine Trefferserie in Europas Königsklasse fort.

Jubel von Bayern Münchens Robert Lewandowski


Reuters/Andreas Gebert

Robert Lewandowski ist weiterhin der Torgarant für den FC Bayern München und hält nach zwei Spielen bei vier Toren

Schon beim 3:0 zum Auftakt gegen den FC Barcelona hatte der Pole zweimal getroffen. 25.000 Zuschauer durften in der Münchner Arena weitere Tore durch Serge Gnabry (68.), Leroy Sane (74.) und Eric Maxim Choupo-Moting (87.) bejubeln.

Atalanta gewinnt Spiel, verliert aber Gosens

In den Spielen um 18.45 Uhr hatte sich zuvor bereits in der Gruppe F Atalanta Bergamo mit 1:0 (0:0) gegen Bern durchgesetzt. Der Heimsieg der Italiener, bei dem Matteo Pessina den entscheidenden Treffer erzielte, hatte auch eine Schattenseite. Der deutsche Nationalspieler Robin Gosens verletzte sich nach elf Minuten ohne Fremdeinwirkung.

In der Juventus-Gruppe H schlug Zenit St. Petersburg Malmö FF mit 4:0 (1:0). Claudinho brachte die Hausherren in Front (9.), ehe Daler Kusjajew (49.), Alexei Sutormin (80.) und Wendel (90. +4) für klare Verhältnisse sorgten. Begünstigt wurde der souveräne Auftritt durch einen Platzverweis gegen den Schweden Anel Ahmedhodzic, der mit seinen Händen einen Konter verhindern wollte (53.).