Europa League: Rapid von Play-off-Einzug überzeugt

„Wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen, wo wir das Heft in der Hand haben“, meinte Barisic. Ercan Kara (35.), Taxiarchis Fountas (64.) und Marco Grüll (83.) hatten die Überlegenheit der Hütteldorfer im Hinspiel am Donnerstag in Tore umgemünzt. Die Truppe von Coach Temur Ketsbaia war nur zweimal nach der Pause richtig gefährlich gewesen, hätte da mit dem zwischenzeitlichen 1:2 aber noch einmal für Spannung sorgen können.

Auch deshalb werden die Zyprioten nicht auf die leichte Schulter genommen. „Es wird kein Spaziergang“, sagte Barisic. Das weiß er auch aus eigener Erfahrung, war er doch bei Rapids bisher einzigem Duell mit Anorthosis 2008 in der CL-Qualifikation als Kotrainer dabei.

Europacup-Quali: LASK und Rapid kämpfen um Aufstieg

Der LASK und Rapid stehen im Europacup vor dem Aufstieg ins Play-off. Rapid geht mit einem 3:0-Polster aus dem ersten Spiel ins zweite Duell gegen Famagusta. Die Linzer können auf dem 1:0-Auswärtssieg bei Vojvodina Novi Sad aufbauen.

Damals hatte es im Hinspiel auf Zypern eine 0:3-Schlappe gesetzt, die diesmal eine Verlängerung bedeuten würde. „Ich habe keine schönen Erinnerungen, das Ausscheiden war damals eine riesengroße Enttäuschung. Die Voraussetzungen jetzt sind aber ganz andere, diesmal haben wir das Hinspiel 3:0 gewonnen“, so Barisic.


GEPA/Philipp Brem

Rapid-Sportchef Zoran Barisic hat keine Angst vor einer neuerlichen Enttäuschung gegen Anorthosis Famagusta

Aufstieg bringt Ticket für Gruppenphase

Ein Aufstieg wäre auch deshalb besonders wichtig, da man damit einen Platz in einer europäischen Gruppenphase bereits sicher hätte. Sollte im Play-off gegen den ukrainischen Club Sorja Luhansk dann das Out kommen, würde man in die neue Europa Conference League umsteigen. Der Verlierer des Duells Rapid gegen Famagusta steigt ins Conference-League-Play-off um und bekommt es dort mit Slask Wroclaw (POL) oder Hapoel Beer-Scheva (ISR) zu tun. Gespielt wird in beiden Fällen am 19. und 26. August.

EL-Qualifikation, dritte Runde, Rückspiel

Beginn 19.00 Uhr (live ORF1):

Famagusta – Rapid

Larnaka, SR Stavrev (MKD)

Mögliche Aufstellungen:

Famagusta: Loria – Correa, Arajuuri, Antoniadis, Correia – Kaltsas, Ioannou, Artymatas, Husbauer – Lafferty, Christodoulopoulos

Rapid: Strebinger – Schick, Greiml, Hofmann, Ullmann – Grahovac, Knasmüllner – Arase, Fountas, Grüll – Kara

Hinspiel: 0:3

Die nach drei Europacup-Partien auf Zypern noch sieglosen Wiener wollen sich mit dem „Trostpflaster“ noch nicht befassen und haben die neunte Teilnahme an der Europa League im Visier. „Es wird sehr wichtig sein, dass wir eine ähnlich konzentrierte Leistung auf dem Platz abliefern wie im Hinspiel. Dann wird die Partie in die für uns angestrebte Richtung gehen“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer. An den Voraussetzungen hat sich nichts geändert. Der 13-fache Meister aus Zypern ist noch immer nicht in die Liga gestartet, am fehlenden Spielrhythmus hat sich also nicht viel geändert.

Hitze soll kein Problem werden

„Wir wollen auch diesen Donnerstag ähnlich aggressiv und fokussiert an das Match herangehen“, sagte Kühbauer. Zu Spielbeginn werden im Antonis-Papadopoulos-Stadion noch immer über 30 Grad erwartet. „Wir hatten einen Tag mehr Pause als vor dem Match gegen den WAC. Daher bin ich sicher, dass wir frisch ins Rückspiel gegen Famagusta gehen werden, ungeachtet der zu erwartenden hochsommerlichen Bedingungen“, sagte der Rapid-Coach, der optimistisch nach vorne blickt.

Der 3:0-Heimsieg gegen den WAC, der erste volle Bundesliga-Erfolg im dritten Anlauf, brachte die nötige Ruhe und vor allem auch weiteres Selbstvertrauen. „Die Burschen haben ihre Aufgabe am Sonntag sehr gut gelöst. Das war auch wichtig für die Köpfe“, so Kühbauer.

Positiv ist auch, dass sich die angespannte Personalsituation durch die Rückkehr von Robert Ljubicic und Koya Kitagawa bessert. Ljubicic ist am Sonntag in der Liga in Altach noch einmal gesperrt. Um sich auf die Partie in Vorarlberg bestens vorzubereiten, wird auf eine Heimreise nach Wien am Freitag verzichtet und stattdessen Friedrichshafen angeflogen. „Der Stress wird nicht kleiner, das hilft uns sicher“, sagte Kühbauer, der mit der Reiseplanung zufrieden ist.