Ski alpin: Feller mischt in Hundertstelkrimi mit

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Manuel Feller hat am Sonntag beim ersten von zwei Riesentorläufen auf der Gran Risa von Alta Badia seine derzeitige gute Form unterstrichen. Der Tiroler setzte sich im ersten Durchgang auf den dritten Platz und mischt damit in der Entscheidung (13.30 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) kräftig um die Podestplätze und sogar den Sieg mit. Denn Spitzenreiter Mathieu Faivre aus Frankreich liegt nur 19 Hundertstel vor Feller.

Überhaupt entpuppte sich der erste Durchgang beim RTL-Klassiker von Alta Badia als Hundertstelkrimi. Weltmeister Faivre geht mit nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Schweizer Marco Odermatt, der bisher beide Saisonrennen in dieser Disziplin in Sölden und Val d’Isere für sich entscheiden konnte, in den zweiten Durchgang. Auch der Viertplatzierte River Radamus aus den USA ist mit 0,30 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz zur Spitze.

Während Faivre um seinen dritten Weltcup-Sieg nach jenen beim Heimrennen in Val d’Isere im Dezember 2016 und heuer im Februar im bulgarischen Bansko kämpft, hat Feller alle Karten in der Hand, die Podestserie der Österreicher in dieser Saison zu verlängern. Denn sowohl in Sölden mit Platz zwei für Roland Leitinger als auch zuletzt in Val d’Isere mit dem dritten Rang von Feller stand jeweils ein ÖSV-Läufer auf dem Podest. Der Parallel-RTL in Zürs endete zudem mit einem Sieg von Christian Hirschbühl.

Faivre greift nach Sieg

Der Weltmeister aus Frankreich legt mit Startnummer zwei die Bestzeit hin, die Konkurrenz sitzt dem 29-Jährigen allerdings im Nacken

„Letztes Jahr war es physisch und psychisch sehr schwierig für mich, aber wir haben viel investiert. Mein Körper ist einfach besser in Schuss. Wir haben die Schwächen vom Vorjahr ausgemerzt, dadurch minimieren sich auch die technischen Fehler. Außerdem habe ich gelernt, wo man riskieren kann und wo nicht“, sagte Feller zu seiner aktuellen Riesentorlaufform, nachdem im Vorjahr ein sechster Platz in dieser Disziplin das höchste der Gefühle für den 29-Jährigen war.

Restliche Österreicher mit Aufholbedarf

Für Fellers Teamkollegen lief es hingegen nicht unbedingt nach Wunsch. Stefan Brennsteiner verlor 1,29 Sekunden auf die Bestzeit von Faivre. Keine Bäume ausreißen konnte auch Marco Schwarz. Der WM-Dritte von Alta Badia baute auf der anspruchsvollen Gran Risa zu viele Rutschphasen ein und kam mit einer ordentlichen Packung von 1,59 Sekunden auf den Führenden ins Ziel.

Trotz des großen Rückstandes war Schwarz mit seinem zweiten Riesentorlauf nach seiner Verletzung zufrieden. „Der erste Durchgang war ganz o. k., natürlich muss ich mich noch herantasten in Passagen, wo man mehr Mut braucht. Aber ich bin auf einem guten Weg. Ich hätte es natürlich auch gerne etwas härter gehabt“, sagte der Kärntner im ORF-Interview.

Mit Christoph Feurstein schaffte es noch ein vierter Österreicher in die Entscheidung. Raphael Haaser und Christian Borgnaes verpassten hingegen das Finale der besten 30. Auch Thomas Dorner und Dominik Raschner müssen es am Montag im zweiten Riesentorlauf erneut versuchen. Das Duo schied am Sonntag im ersten Durchgang aus.