Spatenstich für neues Stadion in Linz

Am Samstag wurde auf der Linzer Gugl der Spatenstich für das neue, mit 65 Mio. Euro Baukosten veranschlagte Stadion des LASK gefeiert. Gut ein halbes Jahr später als ursprünglich angekündigt soll am 10. Februar 2023 die Raiffeisen Arena fertiggestellt sein. Unzulänglichkeiten beim Vergabeprozess hatten dazu geführt, dass das Projekt nochmals neu ausgeschrieben wurde. Vergangene Woche erhielt der Baukonzern Porr den Zuschlag.

LASK-Präsident Siegmund Gruber dankte den über 80 Sponsoren und betonte bei der Veranstaltung mit zahlreichen Fans und Ehrengästen die Bedeutung der neuen Arena für die Jugend. „Die Raiffeisen-Arena wird die Basis für die Zukunft unseres Vereins sein“, war er überzeugt.


APA/Fotokerschi.at/Werner Kerschbaum

Bis zum Champions-League-Halbfinale alles möglich

Geplant ist, dass die gesamte Rückrunde der Saison 2022/23 bereits in der Arena über die Bühne geht. Aktuell absolvieren die Athletiker ihre nationalen Heimspiele in Pasching, international ist derzeit das Wörthersee-Stadion in Klagenfurt das Ausweichquartier.

Das Stadion erfüllt die internationalen Anforderungen des ÖFB und macht somit Länderspiele des Nationalteams in Linz möglich. Auch das Cup-Finale könnte in der Arena stattfinden. Das Stadion soll zukünftig in der Kategorie 4 der UEFA liegen, und damit theoretisch bis zum Champions-League-Halbfinale geeignet sein. Geplant ist, dass im Stadion am Linzer Froschberg zudem auch ein Ärztezentrum, ein Restaurant und ein Kindergarten Platz finden.

Rückkehr auf die Gugl verärgerte Leichtathleten

Ursprünglich wollte der LASK in Linz-Pichling ein neues, länderspieltaugliches Stadion errichten. Mit Bekanntwerden der Pläne formierte sich eine Bürgerinitiative „Rettet den Pichlinger See“, die kapp 9.000 Unterschriften gegen den Neubau in einem Naherholungsgebiet sammelte und damit eine Volksbefragung erzwang.

Soweit kam es jedoch gar nicht, da der LASK seine Pläne zurückzog. Man einigte sich dann mit der Stadt Linz, auf die Gugl zurückzukehren. Dies bedeutete zugleich, dass der oberösterreichische Leichtathletikverband unter Protest aus dem bestehenden Stadion ausziehen musste. Für die Leichtathleten wurde ein neues Zentrum, die „Oberbank-Arena“, errichtet.

Der positive Baubescheid für die 20.000 Zuschauer fassende Arena auf der Linzer Gugl wurde im September bestätigt. Die oberösterreichische Landesregierung schießt maximal 30 Millionen Euro zum Projekt zu. Die restliche Summe von rund 35 Mio. Euro soll durch ein Modell mit Privatinvestoren finanziert werden, das die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich abwickelt.