Wimbledon: Pliskova feiert Finalpremiere – sport.ORF.at

Für Pliskova bedeutet der Einzug ins Endspiel des Rasenklassikers eine Premiere. Bisher hatte die 1,86 Meter große Tschechin nur bei den US Open 2016 das Finale erreicht. Ein Grand-Slam-Sieg fehlt ihr noch in ihrer Karriere. Sie setzte sich am Donnerstag nach 1:53 Stunden mit 5:7 6:4 6:4 durch und gewann damit im dritten Duell mit der Weltranglistenvierten zum ersten Mal.

„Es klingt unglaublich, ich bin bisher nie über die vierte Runde hinausgekommen“, meinte die Ex-Weltranglistenerste nach ihrem zweiten Einzug in ein Major-Finale. 2016 hatte sie bei den US Open im Endspiel gegen Kerber verloren. „Im ersten Satz war ich ein wenig frustriert, aber sie hat unglaublich aufgeschlagen. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich durchsetzen konnte.“

„Habe nicht vergessen, wie man Tennis spielt“

Die 29-jährige Tschechin hat nach einer durchwachsenen Saison doch überraschend das Endspiel erreicht und sich zurück in die Top Ten gekämpft.

„Es ist schwierig, wenn man nicht gut spielt. Ich habe versucht, positiv zu bleiben, auch mein Team hat mir sehr geholfen. Aber ich hatte Erfolge in der Vergangenheit und nicht vergessen, wie man Tennis spielt“, blickte Pliskova noch auf dem Platz auf ihr Jahr zurück. Auch Sabalenka konnte zufrieden sein: so weit wie in Wimbledon ist sie zuvor noch bei keinem Grand-Slam-Event gekommen.

Barty: „Eines der besten Matches“

Im ersten Semifinale ist Barty vor 15.000 Zuseherinnen und Zusehern auf dem Centre-Court als erste Australierin seit 41 Jahren ins Endspiel an der Church Road eingezogen. Die 25-Jährige wird nun versuchen, in die Fußstapfen ihrer Landsfrauen Evonne Goolagong (1980 und 1971) und Margaret Smith Court (1963, 1965 und 1970) als Wimbeldon-Siegerinnen zu treten.


APA/AFP/Aeltc/jed Leicester

Ashleigh Barty war von ihrem Semifinale gegen Kerber begeistert: „Es war vom ersten Punkt an ein Supermatch.“

Kerber war im zweiten Satz bereits klar auf Kurs Satzausgleich gewesen, als Barty ein 3:5 noch zum 6:6 ausglich. Im Tiebreak war die Australierin dann eine Klasse für sich: Sie führte rasch 6:0, nutzte dann aber erst ihren vierten Matchball zum 7:3.

„Das ist unglaublich. Das war eines der besten Tennismatches, die ich je gespielt habe“, freute sich Barty. „Angie hat heute das Beste aus mir herausgeholt, und es war vom ersten Punkt an ein super Match. Jetzt habe ich eine Chance, meinen Kindheitstraum zu verwirklichen“, so die nunmehr zweifache Major-Finalistin. Ihre Premiere hatte sie 2019 bei den French Open gewonnen. Kerber, Wimbledon-Siegerin von 2018, verpasste hingegen ihr fünftes Finale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere und das dritte Endspiel auf dem „Heiligen Rasen“.

All England Championships Wimbledon

(Großbritannien, 17.066.000 Pfund, Rasen)

Damen-Einzel

Finale:
Ashleigh Barty (AUS/1) Karolina Pliskova (CZE/8) -:- -:-
Halbfinale:
Ashleigh Barty (AUS/1) Angelique Kerber (GER/25) 6:3 7:6 (7/3)
Karolina Pliskova (CZE/8) Arina Sabalenka (BLR/2) 5:7 6:4 6:4
Viertelfinal-Tableau:
Ashleigh Barty (AUS/1) Ajla Tomljanovic (AUS) 6:1 6:3
Angelique Kerber (GER/25) Karolina Muchova (CZE/19) 6:2 6:3
Karolina Pliskova (CZE/8) Viktorija Golubic (SUI) 6:2 6:2
Arina Sabalenka (BLR/2) Ons Jabeur (TUN/21) 6:4 6:3